Chanukka oder das Fest der Tempelweihe (auch Lichterfest genannt)

 Es war damals das Fest der Tempelweihe in Jerusalem; es war Winter. Und Jeschua (Jesus) ging in dem Tempel umher, in derHanuka 09 60 Säulenhalle Salomos. (Joh. 10:22-23)

Wir feiern Chanukka oder das Fest der Tempelweihe (auch Lichterfest genannt) acht Tage lang, beginnend am 25. Kislew als eine Feier von Gottes Treue und Befreiung. In Johannes 10 wird von Jeschua erwähnt, dass auch Er zu diesem Fest in Jerusalem im Tempel war.

Die Geschichte von Chanukka handelt von Unruhe und Durcheinander für die Nation Israel, aber auch von Sünde und Korruption, Unterdrückung und Verfolgung, Freiheit und Sieg. Es ist eine Geschichte von einem weiteren antisemitischen Versuch, das jüdische Volk vollständig zu assimilieren und dazu zu zwingen, seine Identität als Volk Gottes aufzugeben.

Wie bei allen jüdischen Feiertagen erzählen wir aus der Vergangenheit unseres Volkes und lehren somit die folgende Generation von der Treue Gottes. Dadurch bewahren wir eine Weisung Gottes aus 5.Mose 6. Übliche Themen: der Sieg des Lichtes über die Dunkelheit, Vertrauen in Gott, Weihung, (hebr.: Chanukka). Den Kindern erzählen wir von den tapferen Makkabäern, die in Gottvertrauen ihre Unterdrücker, die Seleukiden in einem Aufstand schlugen. Anschließend reinigten sie den entweihten und verschmutzten Tempel gründlich und weihten ihn neu ein. So war er für Gott wieder bewohnbar gemacht. Die Eintagesdosis an verbliebenem reinen Öl für die Tempelmenorah reichte für ganze acht Tage! Das war das Wunder. Deshalb zünden wir jeden Abend eine zusätzliche Kerze an, bis alle acht leuchten.

Was für ein Bild für Jeschua, das Licht der Welt! In ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen (Joh 1:4). So wie die Makkabäer den Tempel Gottes von allem reinigten, um ihn heilig (rein) wieder für Gottesdienste nutzen zu können, so reinigt Jeschua uns, den Tempel des Heiligen Geistes, von unserem Dreck, von unseren Sünden, um uns für Ihn nutzbar zu machen. Jeschua bezeichnet sich selbst als das Licht der Welt (Joh. 8:12). Wie die (9.) „Dienerkerze“ die anderen Kerzen entzündet, so werden Menschen aus allen Völkern von Jeschua „angezündet“. Wir messianischen Juden erinnern uns an Chanukka auch daran, dass auch wir das empfangene Licht weiterzugeben haben. Lasst uns, die wir Nachfolger Jeschuas und somit das Licht der Welt sind (Mt 5:14-16) unser Licht leuchten vor den Menschen, damit sie unsere guten Werke sehen und unseren Vater, der in den Himmeln ist, verherrlichen.