Schawuot hat das Gesicht der ganzen Menschheit veraendert.

Shavuot Shavuot oder Pfingsten ist ein vielseitiges Fest. Heute werden wir über eines seiner Gesichter sprechen.

An Shavuot wurde auf dem Berg Sinai die Thora überreicht. Lasst uns mal einen Juden ohne die Thora vorstellen, der die Thora nie bekommen hat. Wen habt ihr jetzt in eurer Vorstellung gesehen? Ich habe mir alle möglichen Menschen vorstellen können, nur keinen Juden. Und wisst ihr warum? Weil in so einer Situation der Sinn völlig verloren geht. Wozu braucht man dann überhaupt noch die Juden? Es geht darum, dass die Thora den Weg der Menschheit verändert hat: Juden und Nicht-Juden, und alle Menschen auf dem Planeten Erde, und auch die, die noch geboren werden.

Wenn man von Passah 50 Tage abzählt, dann ist das Shavuot, bzw. Pfingsten. Warum sind diese Geschehen ausgerechnet nach dem Passahfest passiert? Mich hat das auch sehr überrascht. Denn Passah ist das Fest der Befreiung.

Und so gehen die Juden und kommen bis zum Berg Sinai, und dort passiert etwas, nachdem sie tatsächlich Juden werden. Passah ist das Geschenk der Befreiung und Shavuot – das Erhalten der Anleitung, wie man diese Freiheit benutzen soll. Denn Freiheit ist ein sehr abstrakter Begriff.

Wir leben in einem freien Land, aber in ihm gibt es bestimmte Regeln, Beschlüsse, Gesetze. Und wohin wir auch nicht gehen, wird uns gesagt, das man da nicht hin darf, denn die Freiheit ist dort, in einer anderen Richtung. Freiheit muss durch etwas begründet sein, oder die Leute werden nicht verstehen, was Freiheit ist.

Die erste Welt, die existierte, wurde, meiner Meinung nach, überschwemmt, weil sie keine Thora hatten. Dank der Freiheit, die sie bekommen haben, machten sie alles, was sie wollten. Sie erreichten einen solchen Zustand, dass es keinen mehr gab, der die Thora empfangen könnte. Sie hatten sogar keinen Menschen, wie Abraham, den man auserwählen könnte. Und Gott zerstört diese Welt, und schafft eine neue, in die Er bestimmte Regeln bringt, die wir bis zum heutigen Tage noch benutzen.

Lasst uns mal schauen, wie das Ganze geschah. "Im dritten Monat nach dem Auszuge der Kinder Israel aus dem Lande Ägypten, an diesem selbigen Tage kamen sie in die Wüste Sinai: Sie brachen auf von Rephidim und kamen in die Wüste Sinai und lagerten sich in der Wüste; und Israel lagerte sich daselbst dem Berge gegenüber. Und Mose stieg hinauf zu Gott; und der Herr rief ihm vom Berge zu und sprach: So sollst du zum Hause Jakob sprechen und den Kindern Israel kundtun: Ihr habt gesehen, was ich an den Ägyptern getan habe, wie ich euch getragen auf Adlers Flügeln und euch zu mir gebracht habe. Und nun, wenn ihr fleißig auf meine Stimme hören und meinen Bund halten werdet, so sollt ihr mein Eigentum sein aus allen Völkern; denn die ganze Erde ist mein; und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und eine heilige Nation sein. Das sind die Worte, die du zu den Kindern Israel reden sollst. Und Mose kam und rief die Ältesten des Volkes und legte ihnen alle diese Worte vor, die der Herr ihm geboten hatte." (2.Mose 19:1-7)

Lenkt eure Aufmerksamkeit mal darauf, dass Shavuot noch als "Wochen" oder "Gelübde" übersetzt wird. Also, in den oben aufgeführten Versen sehen wir zwei Gelübde, mit denen Gott schwört. Er sagt, dass ihr mein Volk sein werdet, Ich werde euch auserwählen, wenn ihr die Thora annimmt und ihr folgt, außerdem werdet ihr Priester sein, ein Volk, das in den Bund geschlossen wurde.

Das ist sozusagen die eine Seite des Gelübdes. Der Herr spricht zu Mose, dass wenn du gehört hast, was Ich dir gesagt habe, dann erzähl es dem Volk. Eine erstaunliche Sache: der Gott des Himmels und der Erde sagt nicht einfach "Ich habe gesagt!". Er sagt: "Mose, schlag es ihnen vor!" Das ist der Akt eines vollkommenen Abkommens, bei dem das Einverständnis, ein freiwilliger Akt ist. Es ist freiwillig von Gottes Seite, muss aber auch noch freiwillig von der Seite Israels sein. Wird Israel zustimmen?

Und wir lesen weiter, dass sie einverstanden waren, und es annahmen. "Und er sprach zu dem Volke: 'Seid bereit auf den dritten Tag; nahet nicht zum Weibe'. Und es geschah am dritten Tage, als es Morgen war, da waren Donner und Blitze und eine schwere Wolke auf dem Berge und ein sehr starker Posaunenschall; und das ganze Volk zitterte, das im Lager war. Und Mose führte das Volk aus dem Lager hinaus, Gott entgegen; und sie stellten sich auf am Fuße des Berges." (2.Mose 19:15-17)

Der Herr sagte damals zu Mose, dass er allein auf den Berg kommen soll, um die Steintafeln zu erhalten. Und was stand auf den Steintafeln geschrieben? Der Herr gab die 10 Gebote. Wir können sie im 20. Kapitel des 2.Mose nachlesen.

Was ist so ungewöhnlich an diesen Geboten, was ist daran so schwer einzuhalten, was ist daran so wichtig, dass Gott zu den Menschen heruntergekommen ist, um mit Mose zu sprechen und dem Volk diese Gebote zu geben? Was ist so besonders daran? Wir leben in einer Welt, in der man jeden Menschen fragen kann und er wird dir sagen: "Das sind doch normale Sachen, wir kennen sie von unserer Kindheit an. Wissen wir denn etwa nicht, dass man nicht klauen oder töten darf, dass man nicht so süchtig sein darf, um alles haben zu wollen, was deine Nachbarn oder Bekannte haben?"


Aber diese heiligen Worte hat Gott den Menschen gesagt. Er gab ihnen Gebote, die absolut alles verändert haben. Woher wissen wir, dass man das nicht machen darf? Wo haben wir diese Gebote gelernt? In der Verfassung jedes Landes stehen mindestens sieben dieser zehn Gebote. Aber in keiner Verfassung steht, dass man Gott lieben und seinen Sabbat einhalten soll.

Nur in der Verfassung Israels stehen alle zehn Gebote. In Israel gibt es eigentlich keine Verfassung in dem Sinne, es gibt die Thora und die Zehn Gebote. Sie sind auch die Verfassung. Obwohl man in dem modernen Israel Menschen antreffen kann, die Gott nicht lieben...

Lasst uns zu der Geschichte zurückkehren, als die Juden zum Berg Sinai gekommen sind. Mose antwortet dem Herrn, dass die Menschen einverstanden sind und alles erfüllen werden, was Gott ihnen sagen wird. Die einfachste Sache: hältst du die Gebote ein, wirst du Gottes Volk sein. Und als Mose zu Gott ging, was ist passiert? Sofort wurde gegen fast alle diese Gebote verstoßen. Wie konnte das passieren? Warum machten sie ausgerechnet dieses Kalb?

Für mich ist das Kalb ein kleines, zärtliches Tier. Aber tatsächlich sind so viele interessante Geschichten mit diesem Kalb verbunden, die sehr erschrecken. Sie hängen stark mit der griechischen, babylonischen, und vor allem ägyptischen Mythologie zusammen. Das Kalb ist ein Tier, das einen der Götter, der Baal hieß, symbolisiert. Das ist ein Gott, der wie ein Kalb aussieht. Und wir sehen oft ein Abbild dieses Kalbs. Und das ist nicht einfach so. Die Hörner dieses Bullen, z.B., sehen wie ein Neumond aus. Habt ihr dieses Symbol in der Form eines Neumondes schon einmal gesehen? In jeder Stadt gibt es dieses Zeichen, durch das die Juden damals in Versuchung geraten sind.

Als Mose mit der Thora herunterkam und das alles sah, nahm Mose die Steintafeln und zerbrach sie. Er war enttäuscht, dass das Volk alles genau umgekehrt gemacht hatte, als es auf diesen Steintafeln stand. "Und Mose stellte sich auf im Tore des Lagers und sprach: Her zu mir, wer für den Herrn ist! Und es versammelten sich zu ihm alle Söhne Levis. 27 Und er sprach zu ihnen: Also spricht der Herr, der Gott Israels: Leget ein jeder sein Schwert an seine Hüfte, gehet hin und wieder, von Tor zu Tor im Lager, und erschlaget ein jeder seinen Bruder und ein jeder seinen Freund und ein jeder seinen Nachbar. Und die Söhne Levis taten nach dem Worte Moses; und es fielen von dem Volke an selbigem Tage bei dreitausend Mann." (2.Mose 32:26-28)

Die Thora ist die einfachste Sache. Aber wisst ihr, worin sie sich von allen anderen Büchern auf der Welt unterscheidet, von allen Lehren der Welt? Sie ist zugängig. Hab ihr schon bemerkt, dass es ägyptische Lehren zu der damaligen Zeit gab, und ihre Weisen hielten alles geheim, und nur eine bestimmte Kaste der Geistlichen konnte in dieser Lehre leben. Die babylonischen Magier wahren eher Wissenschaftler, als Mystiker. Und aufgrund der Forschungen in den Bereichen der Planeten, Natur, Chemie, machten sie großartige Schlussfolgerungen. Aber die Magier erlaubten keinem, es sei den die Person war aus der Schicht der Geistlichen, von ihren Geheimnissen zu erfahren. Die ersten, die die Magier durchschauten, waren die Juden. Die Juden lernten von ihnen die Astrologie und brachten die Sternzeichen nach der Sklaverei nach Israel. Und heute kann man diese Zeichen in den Synagogen in Israel auf dem Boden und an den Wänden wiederfinden.

Die Thora unterscheidet sich vor allem darin, dass jeder sie verstehen kann. Die Juden lernten und lernen diese Worte auswendig. Das war ein Teil ihres Lebens. Und deswegen ist die Thora das, was alle kennen. Die Thora verlangt, dass du sie nicht einfach nur kennen, sondern sie auch erfüllen wirst. Und auf dieser Basis kannst du Gott dann dienen. Das war eine vollkommen neue Lehre, die sich von allen anderen unterschied.

Wir wissen aus der Thora, welche Vorschriften Gott bezüglich Shavuot gibt: "Und ihr sollt euch zählen vom anderen Tage nach dem Sabbat, von dem Tage, da ihr die Webegarbe gebracht habt: es sollen sieben volle Wochen sein. Bis zum anderen Tage nach dem siebten Sabbat sollt ihr fünfzig Tage zählen; und ihr sollt dem Herrn ein neues Speiseopfer darbringen. Aus euren Wohnungen sollt ihr Webebrote bringen, zwei von zwei Zehnteln Feinmehl sollen es sein, gesäuert sollen sie gebacken werden, als Erstlinge dem Herrn. Und ihr sollt zu dem Brote darbringen sieben einjährige Lämmer ohne Fehl, und einen jungen Farren und zwei Widder (sie sollen ein Brandopfer dem Herrn sein) und ihr Speiseopfer und ihre Trankopfer: ein Feueropfer lieblichen Geruchs dem Herrn. Und ihr sollt einen Ziegenbock zum Sündopfer opfern und zwei einjährige Lämmer zum Friedensopfer. Und der Priester soll sie weben samt dem Brote der Erstlinge als Webopfer vor dem Herrn, samt den zwei Lämmern: sie sollen dem Herrn heilig sein für den Priester. Und ihr sollt an diesem selbigen Tage einen Ruf ergehen lassen, eine heilige Versammlung soll euch sein; keinerlei Dienstarbeit sollt ihr tun: eine ewige Satzung in allen euren Wohnsitzen bei euren Geschlechtern." (3.Mose 23:15-21). Das ist eine ewige Satzung, für alle Ewigkeiten, in all eure Generationen. Lebt damit, feiert, freut euch. Bringt an diesem Fest das Zehntel von den ersten Früchten und freut euch.

Eine Tradition an Shavuot ist die Lesung der "Megilat Ruth" oder die Geschichte von Ruth. Eine faszinierende Geschichte, die den vollkommenen Weg von einen Nicht-Juden zu dem, den man einen "Proselyten" nennt, zeigt. Also eine Person, die Teil des jüdischen Volkes geworden ist. Und das Buch Ruth wird gelesen, und Ruth selbst wird bis zum heutigen Tag sehr respektiert, weil sie ohne jeden sichtbaren Grund Teil des jüdischen Volkes geworden ist.

Wir haben gelesen, dass bei den Juden alles schlecht war, in ihrem Land war eine Hungersnot. Mutter, Vater und ihre beiden Söhne gehen, und siedeln in den Feldern von Moab an. Dort heiraten sie zwei moabitische Frauen – Orpa und Ruth, dann stirbt der Vater und nach ihm auch die Söhne. Und wir sehen hier kein äußeres Anzeichen dafür, dass Ruth sagen könnte: genau deswegen möchte ich mit dem jüdischen Volk sein. Ihre Schwiegermutter Noomi versucht sie zu überreden, dass sie nicht mit ihr in das Land Juda zurückkehren soll, sondern in ihr eigenes Land, zu ihrem Volk, gehen soll. Aber Ruth sagte nein. Dann kommt eine Frage auf: Aber warum? Was hat sie verändert, was bewegte sie dazu mit dieser Frau gehen? Ich denke, dass es der folgende Grund ist: sie lebten zusammen und Ruth sah das Leben ihrer Schwiegermutter. Sie sah, wie Noomi reagierte, wenn es ihr schlecht ging. Und sie sah in ihrer Schwiegermutter das, was wir heute als Thora bezeichnen. Sie sah, wie ihre Schwiegermutter nach dieser Thora lebte. Und sie ging mit, weil sie genauso leben wollte. Und dann sagte Ruth diese berühmten Worte: "dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott" (Ruth 1:16)

Wisst ihr, dass es unter den damaligen Völkern und Stämmen sehr unangesehen war, Jude zu sein. Weil Juden Menschen sind, die einem unsichtbaren Gott dienen, und dazu auch noch einem. Das heidnische Denken sah nicht vor, dass Menschen, die nur einem Gott, und nicht mehreren, dienen, glückliche, zufriedene und gute Menschen sein konnten. Also ist das das ärmste Volk, weil sie nur einen Gott haben.

Sagt mir mal, ist es heute angesehen ein Jude zu sein? Es sind schon drei Tausend Jahre vergangen und die Veränderungen liegen bei Null. Und heute sind die Juden nicht sehr beliebt...

Aber lasst uns von noch einem Shavuot lesen, das im Buch der Apostelgeschichte beschrieben wird: "Den ersten Bericht habe ich verfasst, o Theophilus, von allem, was Jesus anfing, sowohl zu tun als auch zu lehren, bis zu dem Tage, an welchem er aufgenommen wurde, nachdem er den Aposteln, die er sich auserwählt, durch den Heiligen Geist Befehl gegeben hatte; welchen er sich auch nach seinem Leiden in vielen sicheren Kennzeichen lebendig dargestellt hat, indem er vierzig Tage hindurch von ihnen gesehen wurde und über die Dinge redete, welche das Reich Gottes betreffen. Und als er mit ihnen versammelt war, befahl er ihnen, sich nicht von Jerusalem zu entfernen, sondern auf die Verheißung des Vaters zu warten - die ihr von mir gehört habt; denn Johannes taufte zwar mit Wasser, ihr aber werdet mit Heiligem Geiste getauft werden nach nunmehr nicht vielen Tagen." (Apg 1:1-5). Der Messias sagt ihnen, dass sie sich nicht von Jerusalem entfernen sollen, und dort werden sie das bekommen, was der Vater versprochen hatte. Was hatte Er denn versprochen? Er sagte ihnen etwas, das im Verlauf der Geschichte das Gesicht der ganzen Welt verändert hatte.

Lasst uns noch ein Versprechen Gottes lesen, aus dem zweiten Kapitel des Buches Jesaja: "Und es wird geschehen am Ende der Tage, da wird der Berg des Hauses des Herrn feststehen auf dem Gipfel der Berge und erhaben sein über die Hügel; und alle Nationen werden zu ihm strömen. Und viele Völker werden hingehen und sagen: Kommt und lasst uns hinaufziehen zum Berge des Herrn, zum Hause des Gottes Jakobs! Und er wird uns belehren aus seinen Wegen, und wir wollen wandeln in seinen Pfaden. Denn von Zion wird das Gesetz ausgehen, und das Wort des Herrn von Jerusalem" (Jes 2:2-3). Oder mit anderen Worten, von Zion wird die Thora ausgehen. Das ist eine Prophezeiung über die Zukunft. Der Prophet Jesaja spricht darüber, dass eine andere Thora ausgehen wird, oder ein anderes Gesetz, andere Vorschriften, andere Satzungen. Nicht vom Berg Sinai, sondern schon aus Jerusalem. Ich denke mal, diese Worte klangen in den Ohren der Jünger Jesu oder sie konnten sich diese Worte, die sie gehört haben, vorstellen.

Noch eine Prophezeiung aus dem Buch Jeremia darüber, dass Gott mit dem Haus Israels nach jenen Tagen einen neuen Bund schließen und ihn in die Herzen der Menschen hineinlegen wird: "Sondern dies ist der Bund, den ich mit dem Hause Israel machen werde nach jenen Tagen, spricht der Herr: Ich werde mein Gesetz in ihr Inneres legen und werde es auf ihr Herz schreiben; und ich werde ihr Gott, und sie werden mein Volk sein." (Jer 31:33). Der Herr wird die Thora nehmen und sie nach jenen Tagen in die Mitte der Menschen legen.

Aber kommen wir zu der Zeit der Apostelgeschichte zurück: "Und als der Tag der Pfingsten erfüllt wurde waren sie alle an einem Orte beisammen." (Apg 2:1). Ich möchte anmerken, dass die Menschen auch heute die ganze Nacht vor Shavuot beten, wach bleiben, die Thora und Psalme lesen. Diese Tradition hat hat ihre ganz tiefen Wurzeln, die bis vor den Messias reichen.

Aber wir lesen weiter: "Und plötzlich geschah aus dem Himmel ein Brausen, wie von einem daherfahrenden, gewaltigen Winde, und erfüllte das ganze Haus, wo sie saßen. Und es erschienen ihnen zerteilte Zungen wie von Feuer, und sie setzten sich auf jeden einzelnen von ihnen. Und sie wurden alle mit Heiligem Geiste erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist ihnen gab auszusprechen." (Apg 2:2-4). Wie findet ihr das Bild? Feuer, Wind, Lärm. Woran erinnert euch das? Es geschehen praktisch dieselben Ereignisse, an demselben Fest. Es geschah das, was der Vater versprach. Das muss man nicht vergleichen, es ist ein und dasselbe. All das, was geschah, als die Juden aus dem Ägyptenland auszogen und am dritten Monat zum Berg Sinai kamen, all das passiert schon wieder, aber nun mit einer neuen Kraft und mit dem Geist, den der Vater versprach.

Und sie fingen an auf anderen sprachen zu sprechen, wie es ihnen der Geist auszusprechen erlaubte. Das, was mit den Aposteln geschah, ist das, wovon der Prophet Joel sprach: "Und danach wird es geschehen, dass ich meinen Geist ausgießen werde über alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, eure Greise werden Träume haben, eure Jünglinge werden Gesichte sehen." (Joe 2:28). Sie fingen an zu prophezeien, und alle hörten das, was sie von den großartigen Taten Gottes erzählten. Mit anderen Worten, Gott legte sein Gesetz in sie und dieses Gesetz fing an, nach außen zu strömen. Die Thora ist das Wort Gottes, Prophezeiungen sind Gottes Wort. Die Thora fing an, aus ihrem Mund zu kommen, und alle hörten, wie sie Gott auf verschiedenen Sprachen priesen.

Und dann stand Petrus auf und fing an zu predigen. Er erhob seine Stimme und fing an in seiner Predigt mit den Worten eines Propheten: "Und es wird geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, dass ich von meinem Geiste ausgießen werde auf alles Fleisch, und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, und eure Jünglinge werden Gesichte sehen, und eure Ältesten werden Träume haben; und sogar auf meine Knechte und auf meine Mägde werde ich in jenen Tagen von meinem Geiste ausgießen, und sie werden weissagen. Und ich werde Wunder geben in dem Himmel oben und Zeichen auf der Erde unten: Blut und Feuer und Rauchdampf" (Apg 2:17-19)

Und dann fing die Thora, die Gott durch Seinen Heiligen Geist in ihn gelegt hat, an ihre ersten Früchte zu bringen.

Wisst ihr noch, als die Juden die Rückkehr Moses mit den Steintafeln, der Thora, nicht abwarten konnten, machten sie sich ein goldenes Kalb und damals starben drei Tausend. Und hier kommen drei Tausend wieder zum Leben (Apg 2:41). Was für ein unglaublicher Zufall...

Ihr wisst doch sicherlich, dass es bei Gott keine Zufälle gibt. Genau an Passah wurde der Messias zum Opfer für alle, genau an Shavuot kam der Heilige Geist. Und in diesem Moment fing die Prophezeiung Jeremias vom neuen Bund sich an zu erfüllen. Und drei Tausend Menschen bekehrten sich, und später noch mehr und mehr, und das geht sogar bis zu unseren Tagen und bis zur Stadt Düsseldorf, wo sich unsere Gemeinde „Beit Hesed“ befindet, bis zu uns.

Und das ist nicht einfach nur so. Und wisst ihr wieso? Weil das erste Shavuot und das heutige, dieselben Feste sind, die von Gott geboten wurden. Und die Apostel kannten die wahre Bestimmung vom Shavuot.

Ich möchte, dass der Herr heute zu unseren Herzen spricht, denn Er hat ein atemberaubendes Shavuot für uns vorbereitet. Und das ist nicht das Ende, das ist nur der Anfang. Dieses Shavuot soll in unseren Herzen leben und der Herr soll durch dieses Fest jeden von uns benutzen, so wie Er es wünscht.

Dmitriy Siroy