Pessach

DSCF4612Lasst uns ein Geschichtsbuch, das tatsächlich die Ereignisse, die über 2000 Jahre zurückliegen, beschreibt, aufschlagen. Es ist von einem Historiker, namens Lukas, geschrieben. Das ist das Buch der Apostelgeschichte. Was passierte mit den ersten Juden, die an den Messias glaubten, und dann auch mit den Heiden, die an den gleichen Messias glaubten? Die erste Gemeinde versammelte sich im Tempel, und das ganze Volk sah sie an und lobte Gott. Natürlich versammelten sich viele Leute dort auch schon vor diesen Ereignissen, aber nichts Vergleichbares ist mit ihnen passiert. Die Menschen sahen die Heiligkeit der ersten Gläubigen an Jeschua, den Messias, und hatten sogar Angst, sich ihnen zu nähern.

"Um jene Zeit aber legte Herodes, der König, die Hände an etliche von der Versammlung, sie zu misshandeln; er tötete aber Jakobus, den Bruder des Johannes, mit dem Schwerte. Und als er sah, dass es den Juden gefiel, fuhr er fort, auch Petrus festzunehmen (es waren aber die Tage der ungesäuerten Brote), welchen er auch, nachdem er ihn ergriffen hatte, ins Gefängnis setzte und an vier Abteilungen von je vier Kriegsknechten zur Bewachung überlieferte, indem er willens war, ihn nach dem Passah dem Volke vorzuführen. Petrus nun wurde in dem Gefängnis verwahrt; aber von der Versammlung geschah ein anhaltendes Gebet für ihn zu Gott. Als aber Herodes ihn vorführen wollte, schlief Petrus in jener Nacht zwischen zwei Kriegsknechten, gebunden mit zwei Ketten, und Wächter vor der Tür verwahrten das Gefängnis."(Apg. 12:1-6)

Wir sehen ein wirklich schreckliches Bild. Der König Herodes tötete Jakobus, den Bruder des Johannes, ergriff Petrus, mit der Absicht, ihn auch direkt in der Zeit des Passahs zu töten. Vier Abteilungen von je vier Kriegsknechten, das waren also 16 Personen zur Bewachung des einen Petrus. Außerdem, schlief Petrus in jener Nacht, gebunden mit zwei Ketten, zwischen zwei Kriegsknechten, die ihn die ganze Zeit beobachteten, und Wächtern vor der Tür. Kann man sagen, dass Petrus eine klare Vorstellung von dem hatte, was mit ihm nach dieser Nacht passieren würde?

Wer von uns würde in einer solchen Situation schlafen? Aber Petrus schlief. Wissen Sie warum? Weil er bereits das Passah feierte. Er hatte nichts zu fürchten, er war ruhig und zuversichtlich.

Passah - ist die Grundlage von allem. Aber schauen wir mal in die Heilige Schrift.

"Und die Kinder Israel waren fruchtbar und wimmelten und mehrten sich und wurden sehr, sehr stark, und das Land wurde voll von ihnen. Da stand ein neuer König über Ägypten auf, der Joseph nicht kannte. Und er sprach zu seinem Volke: Siehe, das Volk der Kinder Israel ist zahlreicher und stärker als wir. Wohlan, lasst uns klug gegen dasselbe handeln, dass es sich nicht mehre und es nicht geschehe, wenn Krieg eintritt, dass es sich auch zu unseren Feinden schlage und wider uns streite und aus dem Lande hinaufziehe." (2.Mose 1:7-10)

Sie wissen, wenn ein neuer Herrscher an die Macht kommt, wird weiß immer zu schwarz, und umgekehrt. Wer gut war, wird schlecht. Um sich zu etablieren, muss man alles Alte zerstören, um eine eigene große Reform zu machen.

Ich denke, dass der Pharao keine Furcht vor den Juden hatte. Ja, sie waren tatsächlich eine große Menge, etwa 3 Millionen Menschen. Und wie viele Ägypter gab es? Und sie gab es in einer viel größeren Menge. Und der Pharao, der an die Macht kam, hatte keine Angst, dass er entthront wird. Er hatte Angst, dass dieses Volk weggeht, da er bestimmte Pläne in Bezug auf das jüdische Volk hatte, sogar bevor er Pharao wurde.

Er sah, dass obwohl das Volk in einem fremden Land lebte, es sich trotzdem vervielfachte. Die Menschen waren gesund und fleißig, und der Pharao könnte das Volk für seine eigenen Zwecke gut gebrauchen. Unser Volk wurde zu einen solchen Zustand geführt, dass es schon keine Chance hatte zu entkommen. 

Nun begann Gott seinen Plan der Errettung. Wir erinnern uns alle an die Geschichte der Geburt Mose, die im 2.Mose Kapitel 2 beschrieben ist. Die Tochter des Mannes, der den Befehl, alle jüdische Säuglinge zu vernichten, gab, nahm ein solches Baby zur Erziehung mit nach Hause. Diese und alle folgenden Ereignisse bis zu der letzten Plage über Ägypten waren kein Zufall, sondern der konkrete und großartige Plan Gottes.

Über die Ereignisse der letzten Plage, den Tod der Erstgeborenen, lesen wir in (2.Mose 12:30): "Und der Pharao stand in der Nacht auf, er und alle seine Knechte und alle Ägypter, und es entstand ein großes Geschrei in Ägypten; denn es war kein Haus, worin nicht ein Toter war." Verstehen Sie, dass der Erstgeborene in einer Familie der Sohn und der Vater des Sohnes sein könnte, usw.

Wir lesen weiter: "Und er rief Mose und Aaron in der Nacht und sprach: Machet euch auf, ziehet weg aus der Mitte meines Volkes, sowohl ihr als auch die Kinder Israel, und gehet hin, dienet dem Herrn, wie ihr geredet habt; auch euer Kleinvieh und eure Rinder nehmet mit, so wie ihr geredet habt, und gehet hin und segnet mich auch"! (2.Mose 12:31-32)

Und das sagte der Pharao selbst. Sogar er verstand, dass nicht Juden, sondern der Gott des Himmels und der Erde dort seine Hand im Spiel hat, und dass es sein Plan ist. Es ist sein Passah, das er gemacht hat, um sein Volk zu erretten.

Sie wissen, dass alle wichtige Ereignisse, die jemals stattfanden, mit Passah verbunden sind. Lassen Sie uns noch einen Blick in die Heilige Schrift werfen. Sie sagt uns, wie und wer Passah feiern kann und soll: "Und es waren Männer da, die unrein waren wegen der Leiche eines Menschen und an jenem Tage das Passah nicht feiern konnten; und sie traten an jenem Tage vor Mose und vor Aaron. Und diese Männer sprachen zu ihm: Wir sind unrein wegen der Leiche eines Menschen; warum sollen wir verkürzt werden, dass wir die Opfergabe dem Herrn nicht zur bestimmten Zeit in der Mitte der Kinder Israel darbringen? Und Mose sprach zu ihnen: Bleibet stehen, und ich will hören, was der Herr eurethalben gebieten wird. - Und der Herr redete zu Mose und sprach: Rede zu den Kindern Israel und sprich: Wenn irgend jemand von euch oder von euren Geschlechtern unrein ist wegen einer Leiche oder ist auf einem fernen Wege, so soll er dem Herrn Passah feiern… Der Mann aber, der rein und nicht auf dem Wege ist, und es unterlässt, das Passah zu feiern, selbige Seele soll ausgerottet werden aus ihren Völkern; denn er hat die Opfergabe dem Herrn nicht zur bestimmten Zeit dargebracht; selbiger Mann soll seine Sünde tragen." (4.Mose 9:6-10,13)

Und ich möchte noch eine Stelle mit Ihnen lesen. (Jos. 5:10-12): "Und die Kinder Israel lagerten in Gilgal; und sie feierten das Passah am vierzehnten Tage des Monats, am Abend, in den Ebenen von Jericho. Und sie aßen am anderen Tage nach dem Passah von dem Erzeugnis des Landes, ungesäuertes Brot und geröstete Körner, an diesem selbigen Tage. Und das Man hörte auf am anderen Tage, als sie von dem Erzeugnis des Landes aßen, und es gab für die Kinder Israel kein Man mehr; und sie aßen von dem Ertrage des Landes Kanaan in jenem Jahre." Dies ist ein großes Ereignis. An diesem Passah wurde unser Volk völlig selbstständig, von nichts mehr abhängig, in der Lage, sich um alles zu kümmern. Und Manna wird nie mehr vom Himmel fallen.

Es gibt klare Voraussetzungen für das Passah. An Passah müssen bestimmte Dinge erfüllt werden.

Diese Matzen sind ungesäuertes Brot. Also das Brot, dass schnell zubereitet wurde, denn man hat keine Zeit nachzudenken, zu philosophieren, den Sauerteig fertigzumachen.

Weiter geht es. Alle sind verpflichtet Passah zu feiern. In Jerusalem lebten etwa eine halbe Million Menschen. Aber am Passahfest kamen schon 3 Millionen nur von den Männern zusammen. Wenn du das Fest nicht feierst, verurteilt dich die Schrift. Dies ist, was wir in dem 4. Buch Mose lasen.

Das Lamm sollte ohne Fehler sein. Eines pro Familie. Es musste in der Familie drei Tage leben, und am vierten Tag erschlagen werden. Und sie sollten von dem Blute nehmen und es an die beiden Türpfosten und an die Oberschwelle tun. Gekocht und gegessen sollte das Ganze mit Eile.

Gott befahl all dies für immer, als ewige Satzung.

Und andere Optionen gab es nicht. Das ist eine ewige Satzung.

Aber lasst uns die Heilige Schrift aufschlagen: Der Messias feierte mit seinen Jüngern sein letztes Passah. "Und als die Stunde gekommen war, legte er sich zu Tische, und die [zwölf] Apostel mit ihm. Und er sprach zu ihnen: Mit Sehnsucht habe ich mich gesehnt, dieses Passah mit euch zu essen, ehe ich leide. Denn ich sage euch, dass ich hinfort nicht mehr davon essen werde, bis es erfüllt sein wird im Reiche Gottes. Und er nahm einen Kelch, dankte und sprach: Nehmet diesen und teilet ihn unter euch. Denn ich sage euch, dass ich nicht von dem Gewächs des Weinstocks trinken werde, bis das Reich Gottes komme. Und er nahm Brot, dankte, brach und gab es ihnen und sprach: Dies ist mein Leib, der für euch gegeben wird; dieses tut zu meinem Gedächtnis!" (Lk.22:14-19)

Warum feiern wir Passah? Wir erinnern uns und lehren unsere Kinder, erregen ihr Interesse an die Fragen zum Passah.

Als Jeschua Passah feierte, sagte Er uns: "Ich bin das Passah, Ich bin das Lamm. Und jetzt, wenn ihr Wein trinken und Brot essen werdet, werdet ihr euch an Passah, an mich erinnern."

Erinnern Sie sich an die Geschichte von Petrus Gefangenschaft in einem Verlies, die wir am Anfang gelesen haben? Wir lesen weiter: " Und siehe, ein Engel des Herrn stand da, und ein Licht leuchtete in dem Kerker; und er schlug Petrus an die Seite, weckte ihn und sagte: Stehe schnell auf! Und die Ketten fielen ihm von den Händen. Und der Engel sprach zu ihm: Gürte dich und binde deine Sandalen unter. Er tat aber also. Und er spricht zu ihm: Wirf dein Oberkleid um und folge mir. Und er ging hinaus und folgte [ihm] und wusste nicht, dass es Wirklichkeit war, was durch den Engel geschah; er meinte aber, ein Gesicht zu sehen." (Apg.12:7-9)

Das ist eines der wichtigsten Ereignisse im Leben des Petrus: Der Engel des Herrn rettete ihn vor dem Tod an Passah.

Ja, tatsächlich, wenn es die Ereignisse des Passahs nicht gäbe, würde sich die Bibel von anderen philosophischen oder religiösen Büchern auf der ganzen Welt nicht unterscheiden. Und wir bräuchten die Bibel nicht.

Das Passah ist das Fundament der Heiligen Schrift. Es gibt jedem Menschen tatsächlich die Möglichkeit ein Teil des Volkes Gottes zu werden. Amen.

Dimitriy Siroy