Predigte

WENN SIE MIT GOTT SIND, HAT AMALEK KEINEN PLATZ IN IHREM HERZEN!

Purim2010 10Heute möchte ich nicht viel über das eigentliche Fest Purim, sondern über Haman sprechen. Wo kam eigentlich Haman her? In der Heiligen Schrift erwähnt das Buch Ester, dass Haman der Sohn des Hammedatas, Agagiter ist. Aber wenn wir seinem Stammbaum sorgfältig erforschen, sehen wir, dass er ein Nachkomme von Agag, dem König der Amalekiter war.

Ich möchte über die Amalekiter reden. Wo kam Amalek her?

Denken wir an die Geschichte von Esau und Jakob. Sie sind zwei Brüder, Zwillinge, aber Esau ist ein wenig, nur wenige Minuten, älter. Er besitzt das Erstgeburtsrecht seines Vaters. Aber er interessiert sich überhaupt nicht dafür. Es kümmert ihn nicht. Die Schrift erzählt uns, dass er die ganze Zeit bei der Jagd und Unterhaltung verbrachte. Und Jakob - sein Bruder liebt es zu Hause, nicht weit von seiner Mutter, zu leben und zu kochen. Eines Tages, als Esau hungrig vom Feld nach Hause kommt und nach einer Mahlzeit verlangt, bietet Jakob ihm sein Erstgeburtsrecht im Tausch gegen Essen zu verkaufen. Wozu braucht Esau in diesem Augenblick das Erstgeburtsrecht, wenn er großen Hunger hat?! Und so verkauft Esau, der ältere Bruder, sein Erstgeburtsrecht für Brot und Linsengericht.

Purim-obsh08 130Die Zeit vergeht, und Isaak, ihr Vater, erklärt Esau, dass es Zeit wird, ihn zu segnen, weil er schon alt ist, und den Tag seines Todes nicht weiß. Als ihre Mutter Rebekka alles hört, überredet sie Jakob den Segen betrügerisch statt Esau zu erhalten.

Als der ganze Betrug ans Licht kommt, spricht Isaak zu seinem ältesten Sohn, und sagt, dass er kein Segen mehr für Esau hat. „Esau sprach zu seinem Vater: Hast du denn nur einen Segen, mein Vater? Segne mich auch, mein Vater! und hob auf seine Stimme und weinte. Da antwortete Isaak, sein Vater, und sprach zu ihm: Siehe da, du wirst eine Wohnung haben ohne Fettigkeit der Erde und ohne Tau des Himmels von obenher. Von deinem Schwerte wirst du dich nähren und deinem Bruder dienen. Und es wird geschehen, dass du auch ein Herr sein und sein Joch von deinem Halse reißen wirst. Und Esau war Jakob gram um des Segens willen, mit dem ihn sein Vater gesegnet hatte, und sprach in seinem Herzen: Es wird die Zeit bald kommen, da man um meinen Vater Leid tragen muss; dann will ich meinen Bruder Jakob erwürgen. (1.Mose 27:38-41)

Für uns heute spielt das Erstgeburtsrecht keine Rolle. Niemand von uns hat einen Thron, den er seinem Erstgeboren hinterlassen könnte. Damals ist es als das größte Privileg betrachtet worden. Der erste Sohn vererbte alles, was nach seinem Vater geblieben war. Esau hat es alles und auch den Segen seines Vaters verloren. Er bekommt wilden Hass gegen seinen Bruder Jakob.

Aus der Schrift kennen wir den weiteren Verlauf dieser Geschichte. Jakob rannte weg, wanderte, und lebte 21 Jahre nicht in seinem eigenen Land. Und als er nach vielen langen Jahren nach Hause zurückkehrte, war Esau der Erste, der ihn entgegenkam. Jakob war furchtbar erschrocken, weil er wusste, dass Esau ihn töten wollte. Aus der Schrift wissen wir, dass dies nicht passierte.

Also, von diesem Esau kam Amalek her. Er war sozusagen ein Urenkel von Esau. Und die Bibel zeigt uns eine merkwürdige Sache: der Hass zwischen den Nachkommen von Esau und Jakob ist bis heute noch nicht beendet.

Es ist schrecklich, wenn ein Bruder seinen Bruder hasst. Als Abel mit Kain lebte, und ihm nichts Falsches machte, hasste Kain ihn einfach so. Und Kain konnte nicht ruhig leben, essen, trinken, bis er seinen Bruder nicht tötete.

Hier ist das gleiche Bild. Und einige jüdische Weise schreiben, dass alles, was Esau von Macht, Reichtum und egal welchen Höhen erreichen kann, ihm kein Glück bringt, solange die Söhne Jakobs auf der Erde leben.

Ein Midrasch erzählt, dass Esau sein Enkel Amalek rief und zu ihm sprach: "Ich versuchte viele Male Jakob zu töten, aber es gelang mir nicht. Versuch dich für mich zu rächen." All diese Dinge wurden von Generation zu Generation weitergegeben. Und Amalek fragte ihn: "Aber wenn du ihn nicht zerstören konntest, wie kann ich ihn überwinden?" Und dann gibt ihm Esau ein Ratschlag: "Wenn du siehst, dass Israel einen Fehler macht oder in eine schwierige Lage kommt, greif ihn in diesem Augenblick an.“

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Pessach. Dmitriy Siroy

DSCF4612Lasst uns ein Geschichtsbuch, das tatsächlich die Ereignisse, die über 2000 Jahre zurückliegen, beschreibt, aufschlagen. Es ist von einem Historiker, namens Lukas, geschrieben. Das ist das Buch der Apostelgeschichte. Was passierte mit den ersten Juden, die an den Messias glaubten, und dann auch mit den Heiden, die an den gleichen Messias glaubten? Die erste Gemeinde versammelte sich im Tempel, und das ganze Volk sah sie an und lobte Gott. Natürlich versammelten sich viele Leute dort auch schon vor diesen Ereignissen, aber nichts Vergleichbares ist mit ihnen passiert. Die Menschen sahen die Heiligkeit der ersten Gläubigen an Jeschua, den Messias, und hatten sogar Angst, sich ihnen zu nähern.

"Um jene Zeit aber legte Herodes, der König, die Hände an etliche von der Versammlung, sie zu misshandeln; er tötete aber Jakobus, den Bruder des Johannes, mit dem Schwerte. Und als er sah, dass es den Juden gefiel, fuhr er fort, auch Petrus festzunehmen (es waren aber die Tage der ungesäuerten Brote), welchen er auch, nachdem er ihn ergriffen hatte, ins Gefängnis setzte und an vier Abteilungen von je vier Kriegsknechten zur Bewachung überlieferte, indem er willens war, ihn nach dem Passah dem Volke vorzuführen. Petrus nun wurde in dem Gefängnis verwahrt; aber von der Versammlung geschah ein anhaltendes Gebet für ihn zu Gott. Als aber Herodes ihn vorführen wollte, schlief Petrus in jener Nacht zwischen zwei Kriegsknechten, gebunden mit zwei Ketten, und Wächter vor der Tür verwahrten das Gefängnis."(Apg. 12:1-6)

Wir sehen ein wirklich schreckliches Bild. Der König Herodes tötete Jakobus, den Bruder des Johannes, ergriff Petrus, mit der Absicht, ihn auch direkt in der Zeit des Passahs zu töten. Vier Abteilungen von je vier Kriegsknechten, das waren also 16 Personen zur Bewachung des einen Petrus. Außerdem, schlief Petrus in jener Nacht, gebunden mit zwei Ketten, zwischen zwei Kriegsknechten, die ihn die ganze Zeit beobachteten, und Wächtern vor der Tür. Kann man sagen, dass Petrus eine klare Vorstellung von dem hatte, was mit ihm nach dieser Nacht passieren würde?

Wer von uns würde in einer solchen Situation schlafen? Aber Petrus schlief. Wissen Sie warum? Weil er bereits das Passah feierte. Er hatte nichts zu fürchten, er war ruhig und zuversichtlich.

Passah - ist die Grundlage von allem. Aber schauen wir mal in die Heilige Schrift.

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Dienst für sterbende Menschen.

benjaminWenn sie irgendwann etwas mit Drogenabhängigen zu tun hatten, wissen sie, dass es die Menschen sind, für die es keine Regeln gibt. Für sie sind die Gesetze der Gesellschaft nicht heilig. Diese Menschen kann man weder mit Drohungen noch mit Vereinbarungen beeinflussen.
Das Einzige, was Gott ihnen gegeben hat, als eine Möglichkeit aus diesem größten Loch einen Ausweg finden, ist Gefühl für eine wahre Liebe.

Wisst ihr noch, wie Apostel Paulus gesagt hatte: "Denn in Christo Jesu vermag weder Beschneidung noch Vorhaut etwas, sondern der Glaube, der durch die Liebe wirkt." (Gal.5:6)

Und genau diese Liebe, die nur unser Herr gibt, kann Wunder vollbringen. Ein ungläubiger Mensch kann auch lieben und mitfühlen, aber er hat immer eine Grenze. Es ist unmöglich diesen Mensch zu lieben und ihm alles zu vergeben, wenn er dich immer wieder verrät. Irgendwann kommt der Moment, wenn die Geduld am Ende ist.

Ja, für einen ganz "gewöhnlichen" Mensch ist es wirklich unmöglich. Aber Jeschua spricht zu seinen Jüngern: "Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott ist, auf dass wir die Dinge kennen, die uns von Gott geschenkt sind…" (1Kor.2:12)

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Der Himmlische Hirte wartet immer auf dich und reicht dir seine Hand!

DSCF4948Shalom, liebe Geschwister.
Ich möchte, dass wir eine Stelle aus der Schrift lesen: "Es nahten aber zu ihm alle Zöllner und Sünder, ihn zu hören; und die Pharisäer und die Schriftgelehrten murrten und sprachen: Dieser nimmt Sünder auf und isst mit ihnen. Er sprach aber zu ihnen dieses Gleichnis und sagte: Welcher Mensch unter euch, der hundert Schafe hat und eines von ihnen verloren hat, lässt nicht die neunundneunzig in der Wüste und geht dem verlorenen nach, bis er es findet? Und wenn er es gefunden hat, so legt er es mit Freuden auf seine Schultern; und wenn er nach Hause kommt, ruft er die Freunde und die Nachbarn zusammen und spricht zu ihnen: Freuet euch mit mir, denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war. Ich sage euch: Also wird Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, welche der Buße nicht bedürfen." (Lk.15:1-7)

Jetzt möchte ich euch fragen: wer von euch wurde noch nie von jemandem verraten? Und wie reagieren wir darauf, dass wir verraten werden?.. Es gibt verschiedene Reaktionen auf Verrat. Manchmal sagen wir: "Ich verzeihe ihm, aber hören, sehen, kennen und auch noch in einem Raum mit ihm sein, kann ich nicht. Oder: wenn ich ihn treffe, sage ich ihm sofort meine Meinung über ihn. Es gibt noch eine Möglichkeit: ich werde allen erzählen, wie "toll" er ist! Und es gibt noch viel mehr Möglichkeiten… Weil wir alle Menschen sind und auf Verrat sehr unorthodox reagieren können. Wir handeln im Ausbruch unsere Gefühle. Und das Traurigste ist, wenn wir denken, dass der Herr auf Verrat genauso reagiert. In unserem Leben haben wir fast gar nichts, mit dem wir das vergleichen könnten.

Ihr habt gerade die Geschichte vom verlorenen Schaf gelesen. Welche Art von Schafen? Über welche Art von Schafen reden wir? Beziehen wir das auf uns oder nicht? Die Schrift sagt uns sehr viel über Beziehung zwischen Gott und Menschen, wie die Beziehung von Hirten und Schafen. Heute ist das Bild des Hirten aus irgendeinem Grund negativ geworden. In unserer Vorstellung muss das unbedingt ein Mann ohne Bildung und intellektuelle Fähigkeiten sein. Aber vor 2000 Jahren war ein Hirte eine der angesehensten Personen. Israels König David war auch ein Hirte. In (Ps.23:1) spricht er: "Der HERR ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln."

Und in der Geschichte, die im Lukasevangelium beschrieben ist, geht es nicht um einen körperlichen Hirten, sondern über Gott und die Menschen. Die Pharisäer waren von der Tatsache, dass Jeschua mit den Sündern war, empört. Deswegen sind sie zu Ihm gekommen, aber Jeschua hat ihnen das Gleichnis vom verlorenen Schaf erzählt.

Der Konflikt lag in der Tatsache, dass die Pharisäer sich nicht als Hirten im physischen Sinne betrachten wollten. Sie waren die Hirten seines Volkes, aber nicht physisch. Sie waren über allem, sie führten Israel geistlich, aber sie behandelten das Volk nicht wie die Hirten, die mit ihren Schafen leben, sie lieben und schätzen. Die Pharisäer waren Menschen, die in ihren Augen bereits sehr erfolgreich waren. Habt ihr schon einmal einen Menschen gesehen, der davon überzeugt ist, dass er in dieser Welt schon alles erreicht hat? Ich bin mir sicher, dass ihr solche Menschen schon gesehen habt. Sie sagen: "Und wenn du nicht erfolgreich bist, dann bist du nicht, wie wir." Und das ist ein sehr trauriges Bild, denn der Menschen, der sich selbst über andere stellt, kann nicht erhaben sein, bis er jemand Anderes loslässt...

Wir sprachen darüber, dass ein Schaf ein sehr interessantes Tier ist. Es kann nicht ohne andere Schafe und ihren Hirten existieren. Dies ist ein Herdentier. Ein Schaf in der Herde kann nicht über die anderen gestellt sein. Für den Hirten sind alle Schafe der Herde gleich. Und wir müssen in unserem Kopf die Hirten auf diejenigen, die Weidetieren hüten und die, denen heute das Hüten lebendiger Schafe anvertraut wurde, trennen.

Die Pharisäer haben Jeschua immer dafür beschuldigt, dass er seine ganze Zeit mit den Sündern verbracht hatte. Wo Jeschua auch nicht hingehen würde, gingen Ihm die Sünder immer in Scharen nach. Die Pharisäer glaubten, dass es unwürdig ist, dass Er sich vor ihnen erniedrigt.

Jeschua sagte: "Der HERR verzieht nicht die Verheißung, wie es etliche für einen Verzug achten; sondern er ist langmütig gegen euch, da er nicht will, dass irgend welche verloren gehen, sondern dass alle zur Buße kommen." (2Petr.3:9) Wie behandeln wir die Schafe, die der Herr noch nicht gefunden hat? Die Schrift sagt, dass Er dieser Schafe wegen sehr geduldig ist. Und wie behandeln wir unsere Freunde, Verwandte, die noch nicht zu Gott gekommen sind, die sich nicht so benehmen, wie wir es wollen ... Aber unser gütiger Hirte ist langmütig zu uns. Und wie gehen wir vor? Leider unterteilen wir noch die Schafe auf die guten, die wie wir sind, und die schlechten. Aber Gott ist geduldig. Er opferte sein Leben nicht nur für die guten Schafe, sondern absolut für jeden. "Habe ich irgendwie Gefallen an dem Tode des Gesetzlosen, spricht der Herr, Jehova? nicht vielmehr daran, dass er von seinen Wegen umkehre und lebe?" (Hes.18:23)

Wenn wir etwas verlieren, und eine lange Zeit danach suchen und es dann schließlich finden, empfinden wir eine große Freude. Um Gott zu vertrauen, muss man nicht unbedingt ein zu unintelligentes Schaf sein. Um Ihm zu vertrauen, muss man nur Weisheit und Mut haben. Leider ist unser Volk heute nicht auf der Suche nach Gott...

Es gibt noch ein weiteres Merkmal des Schafes: es ist ihm immer egal, wer und wohin es führt. Es braucht nur Nahrung. Aber sobald es nichts mehr zum Fressen hat, hebt sie den Kopf, schaut sich um und beginnt herumzulaufen, auf der Suche nach Nahrung. Und so kann sie überall hin wandern. Aber unser Volk und auch andere sind jetzt satt und heben leider nicht ihren Kopf, zumindest in dem Land, in dem ich lebe. Wo ist die Erweckung heute oder in den letzten 15-20 Jahren vorgekommen? In den Ländern der ehemaligen Sowjetunion, in den 90-er Jahren. Warum? Da gab es nichts in den Läden. Und die Menschen hoben ihre Köpfe und begannen zu denken.

Die größten Erweckungen sind heute in China, Afrika und Indien. Diese Schafe suchen heute nach ihrem Hirten.

Jesaja sagt: "Wir alle irrten umher wie Schafe, wir wandten uns ein jeder auf seinen Weg; und Jehova hat ihn treffen lassen unser aller Ungerechtigkeit." (Jes.53:6) Gott offenbarte Jesaja, und vielleicht sah er eine Vision dessen, dass wir wirklich wie die Schafe gingen, nur die Gesichter waren unsere. Er sah, dass jeder Mensch und nicht nur Israel ein Pastor braucht.

Wisst ihr, dass in Israel heute Schafe und Ziegen zusammen weiden? Der Kiefer vom Schaf ist so erschaffen, dass es das Gras nicht bis zum Ende frisst, doch die Ziegen fressen alles. Deshalb weiden sie gemeinsam. Überraschenderweise sind die Ziegen unabhängiger als Schafe. Sie sind frei und können von selbst gehen. Sie grasen in der Nähe, sind aber nicht Teil der Herde.

Ihr habt bestimmt darauf geachtet, dass in fast allen Gemeinden, die Zahl der älteren Menschen größer ist als der jüngeren. Warum? Da wir im Laufe der Jahre erkennen, dass alles gar nicht so einfach im Leben ist, und dass wir alleine nichts tun können. Und unser himmlischer Hirte ist immer auf der Suche nach solchen Schafen.

Lasst uns jetzt mal uns an Stelle dieses Hirten vorstellen: am Ende eines anstrengenden Tags kommt ihr und bringt die Schafe zurück, und beim Zählen entdeckt ihr, dass eines fehlt. Und ihr müsst alle 99 Schafe zurücklassen und ins Unbekannte gehen, um dieses einzige Schaf zu suchen. Erneut geht ihr in der Nacht auf die Weide, um dieses einzige verlorene Schaf zu finden. Was ist eure erste Reaktion, wenn ihr es findet? Ja, natürlich gibt es Freude, aber jetzt nicht so vollkommene.

"Und wenn er es gefunden hat, so legt er es mit Freuden auf seine Schultern; und wenn er nach Hause kommt, ruft er die Freunde und die Nachbarn zusammen und spricht zu ihnen: Freuet euch mit mir, denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war." (Luk.15:5-6). Unser himmlischer Hirte unterscheidet sich von uns, den irdischen Hirten. Hirten nehmen üblicherweise Schafe nicht mit in das Haus und rufen nicht Gäste zusammen, um eine Entdeckung zu feiern. Und unser himmlischer Hirte nimmt es gerne in Seine Arme und trägt es. Die Schrift sagt: "Ich sage euch: Also wird Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, welche der Buße nicht bedürfen." (Luk.15: 7). Hier geht es überhaupt nicht um Tiere, sondern um uns - Sünder, die der Herr nach langer Suche gefunden hat.

Aber leider werden nicht alle "Schafe" gefunden. Wie ich mir wünsche und ich denke, ihr auch, dass alle Schafe auf dieser Welt gefunden werden. Aber wir wissen, dass es leider nie passieren wird. Schafe von Haus Judas und Israel, für die der Neue Bund geschlossen wurde, werden zu Gott als eine Nation in den letzten Tagen kommen, nach der großen Schlacht, die Harmagedon genannt wird. Erst nachdem nur ein Drittel von Israel übrig bleiben wird, werden die Schafe des Hauses Judas sich zu Gott wenden.

Also, was hindert, was sind die Gründe, aus denen die Schafe ihren Hirten nicht finden können? Heute können wir nicht alle Gründe betrachten. Aber der wichtigste Grund ist, dass die Schafe nicht wissen, dass sie einen Hirten haben. Sie stürzen von einer Grube zur anderen, taumeln von einem Extrem zum anderen. Aber ihr wisst, dass der Herr hat uns, den gefundenen Schafen, die Aufgabe gegeben hat, den Verlorenen über die Tatsache zu erzählen, dass sie einen Hirten und eine Chance zur Rückkehr haben. Wir müssen erzählen, dass Er - der mächtige Hirte - sie heute erwartet. Und wenn du nicht wiederkommen wirst, werden auf dich noch mehr Probleme und Verwirrung warten.

Noch ein Grund, aus dem die Schafe nicht gefunden werden, ist Selbstverurteilung. Wenn die Leute schon etwas angestellt haben, können sie nicht glauben, dass es einen Hirten gibt, der ihnen vergeben kann, der sie in seine Hände nehmen, nach Hause tragen und sich darüber freuen wird.

Ein weiterer Grund ist das falsche Verständnis von Gott. Viele Menschen, die wir in unsere Gemeinde einladen, schauen mit Misstrauen auf alles, was geschieht und suchen eine Art von Trick. Der nächste Grund - ist der Stolz. Stolz macht uns unbewusst, dass wir Schafe sind. Viele sagen: "Wir waren schon in dem Gottesdienst und haben alles gesehen. Warum müssen wir jeden Samstag dorthin gehen?" Und es geht hier nicht nur um die Schafe, die den Hirten überhaupt nicht kannten, sondern auch um die, die etwas über den Hirten hörten, mit Ihm waren, und dann weggegangen sind. Noch ein sehr wichtiger Grund ist Unversöhnlichkeit. Dies ist eine sehr schreckliche Sache, die uns zerstört, nicht nur innerlich, sondern auch äußerlich. Und wenn der Hirte sich uns offenbart und uns die Hand reicht, können wir nicht glauben, dass Er uns jetzt ohne Verurteilungen, Vorwürfe, dass wir Ihn verraten haben, aufnehmen wird.

Der gute Hirte ist einer, der seine Schafe nie verlässt, weil er weiß, dass sobald er dem Schaf Seinen Rücken zudreht und von ihm weggeht, kann man das Schaf als bereits tot angesehen. Und auf dieses Schaf warten jetzt nur noch Wölfe.

Und wenn Sie sich sicher sind, dass Sie zu Gottes Schafherde gehören, aber irgendwann von Ihm weggingen, dann müssen Sie wissen, dass unser himmlischer Hirte immer auf Sie wartet und Ihnen seine Hand reicht.

Seid gesegnet!

Dmitry Siroy

Der Herr soll euch Mut geben!

Heute werden wir über die Geschehnisse aus dem 13. Kapitel des Buches Numeri sprechen.
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"Und der HERR redete mit Mose und sprach" ( Num 13:1). Daraufhin folgt uns allen bekannte Geschichte. "Sende Männer aus, die das Land Kanaan erkunden, das ich den Israeliten geben will, aus jedem Stamm ihrer Väter je einen Mann, lauter Älteste" (Num 13:2).

Jetzt lasst uns diese Situation analysieren. Eine Woche vor dieser Geschichte wird Miriam für ihre Meuterei gegen Mose bestrafft. Gott lässt sie zu einer Aussätzigen werden und das Volk bringt sie für eine Woche weg von den Menschen. Dies ist das Werk Gottes, es zeigt erneut seine Kraft und seine Herrlichkeit. Danach, als Miriam wieder zurückkehrt, macht sich das Volk Israel auf den Weg und nähert sich der Wüste Paran. Der Herr sagt zum Volk, dass sie ihr Ziel fast erreicht haben. Die Aufgabe des Volkes besteht nun darin ihre Männer in das Land zu schicken, die es besichtigen und mit einer Berichterstattung zurückkommen sollen. Daraufhin soll das Volk auf weitere Anweisungen Gottes warten.

"Da entsandte Mose aus der Wüste Paran nach dem Wort des HERRN lauter Männer, die Häupter waren unter den Israeliten" (Num 13:3). Danach kommen alle Namen der 12 Männer, die das Land erkundigen gehen sollen.

Weiter können wir lesen, wie sie das Land erkundigten, wo sie waren und was sie sahen: "Und nach vierzig Tagen, als sie das Land erkundet hatten, kehrten sie um, gingen hin und kamen zu Mose und Aaron und zu der ganzen Gemeinde der Israeliten in die Wüste Paran nach Kadesch und brachten ihnen und der ganzen Gemeinde Kunde, wie es stand, und ließen sie die Früchte des Landes sehen. Und sie erzählten ihnen und sprachen: Wir sind in das Land gekommen, in das ihr uns sandtet; es fließt wirklich Milch und Honig darin und dies sind seine Früchte. Aber stark ist das Volk, das darin wohnt, und die Städte sind befestigt und sehr groß; und wir sahen dort auch Anaks Söhne. Es wohnen die Amalekiter im Südland, die Hetiter und Jebusiter und Amoriter wohnen auf dem Gebirge, die Kanaaniter aber wohnen am Meer und am Jordan" (Num 13,25-29).

Man könnte glauben die Aufgabe wurde erfüllt. Welchen Auftrag haben die Männer von Gott bekommen, dahinzugehen um Information zu beschaffen und danach zurückzukommen und Bericht abzugeben? Wenn das Kapitel so endete, dass das Volk auf Gott hörte und daraufhin in das Land Kanaan einzog, dann würden wir eine ganz andere Geschichte kennen und ihr würdet jetzt diese Verse gar nicht lesen.

Es geschah aber Folgendes: "Kaleb aber beschwichtigte das Volk, das gegen Mose murrte, und sprach: Lasst uns hinaufziehen und das Land einnehmen, denn wir können es überwältigen" (Num 13:30). Warum glaubten sie das? Weil Gott selbst das gesagt hat! Gott ist mit seinem Volk Israel, wovor sollten sie Angst haben?

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