Schabbat Schalom! Die Stiftshütte unseres Herzens.

DSCF9430Die, welche noch in der Sowjetunion geboren sind, erinnern sich bestimmt noch an die berühmte und hervorragende Modezeitschrift „Burda“. Die Zeitschrift wurde immer von Hand zu Hand gereicht, besonders waren die Schablonen und die Kleiderschnitte beliebt. Und wenn man ganz genau der Anweisung der Schablonen folgt, dann kommt dort ein sehr praktischer Gegenstand heraus…

Ein Kapitel in der Tora, welches wir im März analysieren werden, erinnert mich wegen der Gründlichkeit, an die Details aus der Zeitschrift „Burda“.

Und wir lesen: „Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, dass ich unter ihnen wohne“ (2.Mose 25:8). Und weiter beschreibt Gott Moses alles ganz genau wie dieses Heiligtum aussehen muss.

Ich weiß noch als ich das erste Mal diese Kapitel in der Tora gelesen habe, Verse mit einer ganz genauen Anweisung eines Heiligtums, ich hab die Verse gelesen ohne mich hineinzulesen. Doch durch mehrfaches lesen hab ich verstanden, dass Gott mir durch die Verse etwas sagen will.

Aber lasst uns zurück zu dem 1. Buch Mose gehen und erinnern uns, dass die Welt in 6 Tagen erschaffen wurde und diese Geschehnisse sind in dem 1. Buch Mose in 2 ein halb Kapitel beschrieben: Über die Erschaffung von der ganzen Welt, Galaxien, Universums, Planeten, Menschen usw. Und hier – ist eine kleine Struktur, mit einer Fläche von 1250 Quadratmeter – Und diese Erschaffung lesen wir in 3 Kapitel. Warum? Warum eine solche genaue Anleitung, welche mich sogar noch an eine Modezeitschrift mit Schablonen erinnert? Gott will uns, natürlich, etwas dadurch sagen.

Den wöchentlichen Toraabschnitt lesend in unserer Bilbelgruppe über die Opfergabe, welche 25 bis 27 Kapitel im 2. Buch Mose umfasst, erkannte ich eine Absicht Gottes.

Auf Anweisung des Schöpfers müssen alle Decken und die Schleier der Stiftshütte von den glänzendsten, wertvollsten und hochwertigen Stoffen sein. Und plötzlich lesen wir, dass diese ganzen schönen Decken mit Ziegenwolle überdeckt werden müssen.

Wie? Warum? Warum muss man die ganze Schönheit verdecken? Vor wem? Vor allem der Midrasch beschreibt, dass die graue Wolle deutlich größer war als die schöne Decke.

Weil dies die innere schöne Stiftshütte ist – das ist die Stiftshütte unserer Herzen, das ist unsere geistige Welt, welche hell sein muss, gesättigt und reich, weil Gott dies erschaffen hat. Aber das Äußere sollte sich nicht als eine Art von Reichtum ausdrücken, welches uns gehört, sondern eher wie Bescheidenheit und diese Bescheidenheit muss unseren Glauben bezeugen.

Gott wünscht sich, dass unser Herz, unsere geistige Welt voll mit dieser Schönheit ist, wie seine Stiftshütte und äußerlich sollen wir bescheiden sein damit wir Ihm dienen können.

Schabbat Schalom! Vlad Treskunov