In der Erwartung der Feste im Herbst. Vlad Treskunov

Mein Wunsch ist diesmal mit euch den Psalm 90 zu lesen – ein Gebet von Mose: „Darum fahren alle unsere Tage dahin durch deinen Zorn; wir bringen unsre Jahre zu wie ein1 DSCF5282 Geschwätz. Unser Leben währet siebzig Jahre, und wenn's hoch kommt, so sind's achtzig Jahre, und wenn's köstlich gewesen ist, so ist es Mühe und Arbeit gewesen; denn es fährt schnell dahin, als flögen wir davon. Wer glaubt aber, dass du so sehr zürnest, und wer fürchtet sich vor solchem deinem Grimm?“. Wen fragt Mose? Sich selber. Genau so können wir uns auch selber fragen. Die Antwort auf seine Frage finden wir im Vers 12: „Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden“. (Psalm 90:9-12)

Dieser Vers meint unter anderem auch, dass wir nicht die Erfüllung all unserer Lebensziele und Wünsche erwarten sollten.

Nehmen wir uns als Ziel vor, Gott zu preisen und ihm zu dienen an jedem Ort, sei es in der Schule, auf der Arbeit oder in der Gemeinde, so haben wir die Zuversicht, dass unser Herz mit Gottes Weisheit erfüllt sein wird.

Im September und Oktober 2017 (ab dem 21.September fängt der Monat Tischri an) erwarten uns großartige Feste: Rosch HaSchana – 21. September, 30. September– Jom Kippur und am 5. Oktober – Sukkot, das Laubhüttenfest. Jedes Jahr im Herbst reden wir über diese Feste, feiern diese, freuen uns, folgen den Traditionen usw. Und wir fragen uns: Warum immer wieder diese Wiederholung, dieser Zyklus? Damit unser Herz jedes Jahr weiser wird.

Ich möchte, dass in diesem Monat sich unsere Herzen besonders an Gott wenden. Gott möchte euch reichlich segnen.