Pessach oder Passa (hebr. vorüberschreiten)

pessah001Aber das Blut soll für euch zum Zeichen an den Häusern werden, in denen ihr seid. Und wenn ich das Blut sehe, dann werde ich an euch vorübergehen: so wird keine Plage, die Verderben bringt, unter euch sein, wenn ich das Land Ägypten schlage. Und dieser Tag soll euch eine Erinnerung sein, und ihr sollt ihn feiern als Fest für den HERRN. Als ewige Ordnung für eure Generationen sollt ihr ihn feiern. (2.Mose 12:13-14)

Pessach erinnert an den Auszug unseres Volkes aus Ägypten, also die Befreiung aus der Sklaverei in die Freiheit, aus dem Tod in das Leben mit Gott. Nach dem Tenach traten wir damals als eigenes, von Gott erwähltes Volk in die Geschichte ein (Geburtstag Israels als Nation). Die Haggada während der Sederfeier verbindet jede neue Generation mit unserer Ursprungsgeschichte so, als wären wir selbst in der ersten Pessachnacht dabei gewesen.

Die messianische Urgemeinde sah im Sauerteig ein Symbol für die Sünde. So schreibt Schaul (1.Kor. 5:6-8): „Wisst ihr nicht, dass schon ein wenig Sauerteig genügt, um den ganzen Teig zu durchsäuern? Entfernt jeden, auch den allerkleinsten Rest des alten Sauerteigs, …“). Die Gläubigen wurden und werden dazu aufgerufen, ihr Leben vom „Sauerteig“ zu reinigen. 

Wir danken Gott nicht nur für unsere physische Befreiung aus Ägypten, sondern auch für die ganz persönliche Befreiung aus Tod und Sünde durch Jeschua, das wahre Pessachlamm. Sorgen wir dafür, dass an unserer Herzenstür das Blut des vollkommenen Pessach-Opfers Jeschua klar erkennbar ist! Dann lasst uns, wenn wir an die Hausreinigung denken, zuerst an unser Haus, den Leib und Tempel des heiligen Geistes denken. Uns selbst also wollen wir einer umfassenden Untersuchung und Reinigung von allem Sauerteig (Sünde) und Restschmutz unterziehen als Akt des Gehorsams und als Dank an unseren Befreier und Erlöser, Jeschua, für sein einmaliges und vollkommenes Opfer.