Ein großes Freudenfest - Purim

purim2009Da sagte Haman zum König Ahasveros: Da gibt es ein Volk, verstreut und abgesondert unter den Völkern in allen Provinzen deines Königreiches! Und ihre Gesetze sind von denen jedes Volkes verschieden, und die Gesetze des Königs befolgen sie nicht; und es ist dem König nicht angemessen, sie gewähren zu lassen. Wenn es dem König gefällt, werde geschrieben, dass man sie ausrotte. (Est3:8-9)

Der Anlass zum Purimfest, das wir in diesem Monat mit großer Freude feiern, steht in der Megillat Ester, der Ester-Schriftrolle: Der König des persisch-medischen Reiches, Kyros, hatte das jüdische Volk aus der Gefangenschaft entlassen. Aber die meisten blieben zurück und genossen ein angenehmes Leben in der Diaspora, nach außen hin als königstreue Perser, die aber dabei als Assimilierte ihre Zugehörigkeit zu Gott und Seinem Volk kompromittierten.

Haman, ein hoher Beamter des Königs, beschloss die völlige Ausrottung des jüdischen Volkes im Reich. Das Genozid-Datum fiel durch das Los (persisch: Pur) auf den 14. Adar. Im letzten Moment wurden die Hebräer durch das beherzte Eingreifen der Königin Ester, die, von ihrem Ziehvater Mordechai ermutigt, fastete, betete, sich als Jüdin zu erkennen gab und den König um Gnade bat. Gott sah ihre innere Umkehr und ihren Mut. Er erhörte ihr Fasten, Gebet und Flehen und errettete das jüdische Volk. Stattdessen wurde Haman, der Prototyp des Antisemiten öffentlich gehängt. So wurde aus dem 14. Adar ein großes Freudenfest - Purim.

Purim zeigt, dass ein solcher Hass auf Gottes Volk machtlos ist, wenn das Volk zu seinem Gott steht. Purim ist ein Fest von Gottes Sieg – auch über Antisemiten und Judenhasser bis heute. Wie reagieren Christen heute, wenn die Welt ihren Hass auf das Volk Israel kundtut? Dieser Hass (Satans) wird sich auch gegen Christen richten. Dann heißt es, klare Position zu beziehen. Weitere Lehren aus Esters Geschichte: Kompromisse mit Gottes Auftrag lohnen nicht – auch nicht für eine vermeintlich sichere Karriere. Aber echte Umkehr zu Ihm wird von Ihm anerkannt und belohnt. Den Weg dazu hat unser Herr Jeschua (Jesus), der Messias, bereitet. Aus Liebe hat er uns begnadigt, vom sicheren Tod ins sichere Leben.

Folgende Aufträge Jeschuas gelten für alle Juden und Nichtjuden, die an Ihn glauben: 1. uns von „der Welt“ zu trennen und diese nicht zu lieben (Joh15:19; Jak4:4; 2Kor6:17), und 2. unseren Herrn, das heißt unsere Zugehörigkeit zum Volke Gottes öffentlich zu bekennen (Mat10:32). Es lohnt sich auf jeden Fall, diese Aufträge zu erfüllen, so wie es Gott möchte!