Rosch HaSchana (1.Tischri) als auch Jom Kippur (10. Tischri).

Rede zu den Söhnen Israel: Im siebten Monat, am Ersten des Monats, soll euch Ruhe sein, eine Erinnerung durch Lärm, eine heilige Versammlung. (3.Mose 23:24)

 

Und der HERR redete zu Mose: Doch am Zehnten dieses siebten Monats, da ist der Versöhnungstag. Eine heilige Versammlung soll für euch sein, und ihr sollt euch selbst demütigen und sollt dem HERRN ein Feueropfer darbringen. Und keinerlei Arbeit dürft ihr tun an eben diesem Tag; denn es ist der Versöhnungstag, um Sühnung für euch zu erwirken vor dem HERRN, eurem Gott. (3.Mose 23:26-28)

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Rosch HaSchana ist zugleich das zivile jüdische Neujahr als auch der Beginn der zehn Tage innerer Besinnung (Jamin Noraim), an denen man in jüdischer Tradition Bilanz über das vergangene Jahr zieht, um einen Neubeginn zu machen. Diese Periode endet mit Jom Kippur, dem Versöhnungstag, dem höchsten Feiertag. Man prüft sein Inneres und versucht, Dinge mit Gott und Mensch in Ordnung zu bringen. Zu den vielen Traditionen gehört, sich mit „L’schana towa tikatajwu“ zu begrüßen, was bedeutet: Mögest du eingetragen sein (im Buch des Lebens) für ein glückliches Jahr“! Wer möchte das nicht?

An Jom Kippur ist es der Wunsch eines jeden religiösen Juden, mit Gott versöhnt zu sein. Laut traditionellem Judentum produzieren Buße, soziale Wohltaten, Nächstenliebe und Fasten Vergebung. Außer dem Fasten für einen Tag wird die Notwendigkeit für ein tatsächliches, physisches, ja blutiges Opfer heutzutage nicht mehr erkannt (wo auch – ohne Tempel?). Die Hinweise in der Schrift sagen klar etwas Anderes, wie es die folgenden Beispiele erläutern:
3.Mose 17:11b….. Denn das Blut ist es, das Sühnung tut durch die Seele {in ihm}. In der Brit Chadascha (N.T.) lesen wir dazu ergänzend in Hebr. 9:22 …und fast alle Dinge werden mit Blut gereinigt nach dem Gesetz, und ohne Blutvergießen gibt es keine Vergebung.

Wir dürfen über alles Verstehen hinaus dankbar sein, dass das Blut Jeschuas (Jesu), des fehlerfreien und reinen Opferlamms, für uns geflossen ist als Zahlung für unsere Sünden und Schuld und uns somit mit Gott versöhnt hat, wenn wir Ihm als unserem Herrn und Heiland vertrauen. Lasst uns diese vollständige Lebensübergabe an unseren Erlöser in vollem Bewusstsein an Jom Kippur erneuern und Ihm für Sein einmaliges Versöhnungsopfer danken.

Wolfgang Kern