Das fröhliche Fest Purim

Da sagte Haman zum König Ahasveros: Da gibt es ein Volk, verstreut und abgesondert unter den Völkern in allen Provinzen deines Königreiches! Und ihre Gesetze sind von denen jedes Volkes verschieden, und die Gesetze des Königs befolgen sie nicht; und es ist dem König nicht angemessen, siepurim09 35 gewähren zu lassen. Wenn es dem König gefällt, werde geschrieben, dass man sie ausrotte. Ich will dann zehntausend Talente Silber in die Hände der Beamten darwiegen, damit sie es in die Schatzkammern des Königs bringen. (Est 3:8-9)

Obwohl es hier um die geplante Ausrottung des jüdischen Volkes geht, feiern wir in diesem Monat das fröhliche Fest Purim. Dank sei Gott, denn er ließ die Vernichtung der Hebräer nicht zu, weil sie einen Auftrag zu erfüllen hatten und haben. Purim ist ein Fest von Gottes Sieg: Haman, ein persischer Vizekanzler, wollte aufgrund seiner persönlichen Konflikte mit dem Juden Mordechai das ganze jüdische Volk vernichten. Nach einem geworfenen Los (persisch Pur) wurde dafür der 13. Adar bestimmt.

Der König Ahasveros war mit Hadassa, der besonders schönen Nichte Mordechais verheiratet. Ester, so ihr persischer Name, verriet dem König, dass auch sie Jüdin war, was dann zur Errettung der Juden in Persien führte. Im Gedenken an diese großartige Wende feiern wir noch heute im Monat Adar (14/15) Purim, das Freudenfest. Wie Ester vor ihrem Bekenntnis fastete, so halten auch wir Juden am „Fasten der Ester“ fest, denn ihr Fasten, ihre Gebete und ihr Mut hatten den Völkermord verhindert.

Seit Jahrtausenden hat unser jüdisches Volk viele seiner Eigenarten bewahrt und sich generell geweigert, sich den Völkern anzugleichen, unter den es gezwungen war zu leben. Dadurch blieb es immer fremd und „anders“ unter den Nationen. Die folgenden Aufträge unseres Herrn gelten auch für das geistliche Volk Gottes, an den Messias Jeschua gläubige Juden und Nichtjuden: erstens uns von „der Welt“ zu trennen, diese nicht zu lieben (Joh 15:19; Jak 4:4; 2Kor 6:17), und zweitens, unseren Herrn, das heißt unsere Zugehörigkeit zum Volke Gottes öffentlich zu bekennen (Mat 10:32). Erfüllen wir diese Aufträge, so wie es Gott möchte?

Sei gesegnet in unserem Herrn Jeschua HaMaschiach – Dein Bruder Wolfgang Kern