Glück und Segen. Vlad Treskunov

Alle Worte, die von uns ausgesprochen werden, haben eine gewisse Gewichtung und Bedeutung. Im 4.Buch Mose 30.Kapitel steht: „Und Mose sagte den Kindern Israel alles,3560 500x375 was ihm der HERR geboten hatte. Und Mose redete mit den Fürsten der Stämme der Kinder Israel und sprach: das ist's, was der HERR geboten hat: Wenn jemand dem HERRN ein Gelübde tut oder einen Eid schwört, dass er seine Seele verbindet, der soll sein Wort nicht aufheben, sondern alles tun, wie es zu seinem Munde ist ausgegangen.“ (4.Mose 30:1-3).

Wir verwenden leider oft Wörter, welche wir nicht brauchen, den so genannten „verbalen Müll“. Wir geben Versprechen, ohne darüber im Klaren zu sein welche Verantwortung wir damit auf uns nehmen. Wir gebrauchen Worte, welche wir nicht gebrauchen sollten. Dies hat eine gewisse Gewichtung.

Gott möchte, dass wir Verantwortung für das Gesprochene übernehmen.

Diejenigen, die Antwerpen bereisen, müssen unbedingt das berühmte Diamantenviertel der Juden besuchen. Dort gibt es weltweit die meisten auf Diamanten basierenden Geschäfte, Handwerker und Marklerbüros.

Wie verlaufen dort die Abmachungen? Der Verkäufer und der Käufer treffen sich. Der Käufer sucht sich einen Diamanten aus, daraufhin wird er zur Seite gelegt und beide sagen sich gegenseitig „Masal u Braha“ – Glück und Segen. Das ist auch Alles! Wenn ihr denkt, dass dort Verträge unterschrieben werden, dann irrt ihr euch. Der Handel ist abgeschlossen. Und die mündliche Abmachung ist unzerbrechlich. In Antwerpen gab es noch keinen Betrugsfall, da jeder die Verantwortung für sein Wort hält.

Sind wir bereit für jeder unserer Worte „Masal u Braha“ zu sagen? Sind wir bereit mit unseren Taten unser Wort zu unterstützen? Das ist für uns schwierig.

Wir erinnern uns an die Worte aus dem 3.Vers „Wenn jemand dem HERRN ein Gelübde tut oder einen Eid schwört, dass er seine Seele verbindet, der soll sein Wort nicht aufheben, sondern alles tun, wie es zu seinem Munde ist ausgegangen“. Gilt dies jetzt nur für die Ältesten und den Pastor und die anderen nicht?

Jeder von uns ist zum Teil ein Leiter. Zu Hause, auf der Arbeit oder in der Gemeinde. Deshalb ist es wichtig, sich an seine Versprechen zu erinnern.